Nachdem wir im letzten Jahr unsere Unterkunft in Sommerach nicht verfügbar hatten und die Alternative Steigerwald fuhren, stand dieses Jahr wieder die Traditionstour ins Weinmekka Franken an. Fand die Tour regelmäßig am Wochenende vor der Quäl Dich Tour statt, haben wir uns entschieden, schon im April zu fahren. Die Wetterprognose war April-Like gemischt. Samstag sonnig warm, Sonntag regnerisch kühl.
Mit 11 Tourenfahrende machten wir uns bei den versprochenen 20 Grad von Wendelstein/Feucht/Altdorf auf dem Weg.
In Simonshofen wurden die Gruppe um 3 Pedalritter verstärkt und die Fahrt Richtung Kasberg aufgenommen. Dort gab es die erste Bergwertung zu bestehen und die Frage wurde gestellt, wie wir diese im nächsten Jahr flach umfahren könnten.

Nach der Rast stürzten wir uns die Abfahrt Richtung Walberla hinunter und die Gedanken starteten, ob man eventuell bei der Brauerei Drummer einen kurzen Stopp einlegen sollte. Dies wurde dann auch kurzentschlossen in Leutenbach umgesetzt und die Gelegenheit genutzt, sich beim Wirt beliebt zu machen. Die Reservierung für die Kirschblüten-MTB-Tour wurde dabei nebenbei erledigt.

Nach dem schnellen Pit-Stop ging es unaufhaltsam weiter Richtung Stibar-Limbach zum Roppelt-Keller. Dort wurde das Mittagessen bei angenehmen 23 Grad eingenommen. Da jeder wußte, daß es noch einige Kilometer bis zum Ziel in Sommerach sein werden, wurde auf den üblichen „Schnitt“ verzichtet und neben Saurem, auch Kaffee und Kuchen gewählt, damit genug Kraft in die Waden kam.


Eine kleinere Panne mit Speichenriss später und nach weiteren 70 km kamen wir gut gelaunt im unserer Unterkunft in Sommerach an. Das Gepäck war bereits von unseren 3 „Wanderdamen“ auf die Zimmer gebracht, der Tisch im Weinkeller-Hof reserviert und alles organisatorische vor Ort geklärt. Vielen Dank für die großartige Unterstützung an Anja, Jutta und Gerlinde.
Das Abendessen konnten wir im antiken Nebenraum bei leichter Beleuchtung und Kerzenschein einnehmen und auch die eine oder andere Weinsorte wurde verköstigt. Dabei ließen wir die zurückliegenden 153 km und 1600 Hm Revue passieren und stimmten uns schon gedanklich an die Rückfahrt für den nächsten Tag ein.


Pünktlich beim Frühstück setzte der versprochene Regen mit Vehemenz ein. Es wurde diskutiert, wann wir losfahren sollten, die Wetter-Apps gecheckt, Bahnhöfe eruiert und Alternative aufgewogen. Da jedoch nach Verladung des Gepäcks und kurz vor der Abfahrt der Regen stoppte, machten wir uns auf den Weg mit der Hoffnung, daß wir es doch bis zum Ende durchbringen.
Entlang dem Main nach Kitzingen, einen Familienbesuch „vorbeigelegt“ und nochmal abgefragt, ob jemand mit der Bahn in Kitzingen zurück möchte, ging es mit der kompletten Gruppe auf dem Rad weiter Richtung Heimat.
Die schwarzen Regenwolken gingen links und rechts an uns vorbei.
Beim Verlassen der geplanten Route fuhren wir auf schönen ruhigen und landschaftlich reizvollen Strecken Richtung Ipsheim. Kurz vor Ipsheim spielte die Routenplanung einen Streich und es wurde wieder zum ursprünglichen Track geroutet.
In Linden legten wir dann die letzte Pause vor den finalen 70 Km ein. Nach der Bestellung bestaunten wir den Hagelschauer und freuten uns, dem Wettergott wieder mal ein Schnippchen geschlagen zu haben. Schon nach kurzer Zeit zeigt sich die Sonne wieder und wir wurden von den Scheibenbremsen unserer Bikes beim Essen geblendet.
Nach der Stärkung lagen keine größeren Schwierigkeiten vor uns. Ein Platten teilte die Gruppe, bei Cadolzburg wurde unser Nürnberger Radfreund verabschiedet und danach mit ordentlich Speed gen Heimat gebolzt. Noch auf einen kurzen Sprung bei einem „erfahrenen“ Nightrider zum Geburtstagsgruß angehalten, löste sich die Sommerach-Mannschaft in die verschiedenen Windrichtungen auf.
Ein gelungenes Wochenende mit 300 km, etwas über 3000 Hm, viel Spaß, ulkigen Situation, gutem Essen und Trinken und dem einen oder anderen Wadenkrampf fand ein Ende.
WH
