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Salzkammergut Trophy in Bad Goisern am 17.07.2010 E-Mail
Geschrieben von Stefan Hiemer   

Zwei Radlexpressler in Österreich!

Lars Furch und ich, (Stefan Hiemer) waren einen Tag vor dem Rennen in Bad Goisern angereist.  Wir trafen uns zur Pasta Party im Festzelt um uns für den kommenden Tag zu stärken.

Lars hatte sich für die 119 Km Strecke gemeldet und ich für die Extreme - Strecke 211,1 km, die seit langem auf meiner “Wunschliste” stand. Dementsprechend fieberte ich auf dieses Ereignis hin.

Schlaf bekam ich leider nicht viel, da in dem Biker-Camp bis spät in die Nacht  "der Bär steppte". Um 2.30 Uhr war die Nacht für mich dann eh vorbei. Als ich kurz vor halb Fünf dann zum Start rollte, war es noch Stockdunkel. Doch pünktlich zum Start um 5 Uhr konnte man die Sonne hinter den Bergen erahnen. Rund 500 Fahrer aus vielen verschiedenen Nationen ( Belgien, Holland, Dänemark, Norwegen, Schweiz, Italien, Frankreich, England, Tschechien, Slowenien, Polen, Ungarn, usw.), starteten vom Marktplatz Bad Goisern, um die 211,1 km und insgesamt 7.175 Höhenmeter lange Marathonstrecke in Angriff zu nehmen.

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Ich lies es locker angehen, denn der Tag sollte lang werden. Der erste Anstieg von 11 Km Länge zerpflückte das Fahrerfeld und es gab nur wenig "Gerangel". In den ersten 3 Stunden war die Temperatur ideal zum Radeln, aber dann wurde es doch leider sehr heiß und schwül. Glücklicherweise waren auch vermehrt Wolken unterwegs, welche die Sonne etwas in Zaum hielten und auch schon für den Nachmittag angesagte Gewitter ankündigten. Ich fühlte mich gut und damit das so blieb, achtete ich sehr auf meine "Ernährungs-Intervalle". Die Strecke war wunderschön, vor allem die Singletrails, an die man sich lange erinnert. Technisch waren aber auch viele und sehr schwere, teils (für mich) nicht fahrbare Passagen, sowohl auf- als auch abwärts, dabei.

Ich bin auch kein großes Risiko eingegangen, denn ein Sturz kostet mehr Zeit als eine kurze Laufeinheit.

Nach und nach kam das Gewitter näher. Bei Kilometer 185 brach es dann los. In kürzester Zeit verwandelten sich die Wege in Bäche und es wurde wieder ähnlich dunkel wie es das beim Start der Fall war. Ich hatte die längste Abfahrt noch vor mir, aber auch diese habe ich unbeschadet und ohne Panne überstanden. Ich kam nach 13:13 Stunden ins Ziel. Von den fast 500 Startern kamen nur 259 Biker an. Von diesen war ich der 64., in meiner Altersklasse habe ich den 16. Platz erreicht und nur 2 deutsche Fahrer waren vor mir im Ziel.

Lars schaffte die 119 Km und knapp 4.000 Höhenmeter in 7:02 Stunden. Er "durfte" die letzten 10 Kilometer auch noch im Gewitter absolvieren, da die 119 Km erst um 9 Uhr startete. Auch er hat sein Rennen ohne Sturz und Pannen, mit Platz 122 von 853 Startern, beendet und war zufrieden mit seiner Leistung.

Die Veranstaltung war hervorragend Organisiert und durchgeführt. Auch das Rahmenprogramm, inkl. Rad-Expo, war sehr umfangreich und interessant für Zuschauer und Begleitpersonen.

Es gab viele Pannen und Stürze. Leider ist ein 38 jähriger Fahrer aus Wien tödlich verunglückt. Ich möchte der Familie des verunglückten mein Aufrichtiges Beileid aussprechen.
 
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