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Eine Gruppe von 10 Rennradlern traf sich am Samstag den 03. Juli bei strahlendem Sonnenschein in Feucht beim Freibad zum Start zur diesjährigen Jahresfahrt. Das Wetter sollte es sehr gut meinen im Gegensatz zur Quäl-dich-Tour. Unser Servicefahrer und „Mann für alle Fälle“ Manni Schindhelm stellte uns erst mal seinen neuen Bus vor, diesmal in „blau“ statt „weiß“ und Michi überreichte dem „Schwarzwaldkönig“ Hans Peter erst mal eine „Krone“, die er gebacken hatte.
Die Route führte uns am Samstag bei heißer Witterung erst mal Richtung Roth wo Mich am RMD-Kanal erst mal einen „Ruhestein“ entdeck hat. Weiter durch Donauwörth nach Markt Diedorf/Oggenhof fuhren wir bei Sonne satt. Unterwegs bei einer Trinkpause wurde doch aus dem „Wasserfass“ eine mobile Dusche und jeder Brunnen auf der Strecke wurde zum Kühlen benutzt. Nach 150 km und einem kleinen Spazierganz zum/nach dem Abendessen klang der erste Tag aus.
Am Sonntag begrüßte uns bewölkter Himmel und im Radio hörten wir von schweren Gewittern. So starteten wir bei dunklen Wolken und Donner war von fern zu hören. Lediglich ein paar Tropfen von oben sollten uns von nahenden Gewittern künden. Vorbei an Landsberg/Lech zum Forggensee, wo uns ein kleiner Schauer abkühlte nach Füssen - Reutte zum Lechfall. Dort öffnete plötzlich der Himmel seine Schleusen und wir fanden zum Glück Unterschlupf in einem Cafe. Nach dem Schauer fuhren wir das wunderschöne Lechtal weiter nach Elmen in Österreich. Es war inzwischen wieder richtig warm geworden und manche Beine wurden im Brunnen vor dem Gasthof gekühlt. Der Abend fand bei einem sehr guten Menü ein Ende und wir sahen schon die ansteigende Straße, die uns am nächsten Tag zum Hahntenjoch führen würde.  Am 05. Juli standen zwei Pässe auf dem Programm. Die Gruppe hat sich für Hahntenjoch und Timmelsjoch entschieden, die Alternative wäre über den Brenner und Jaufenpass gewesen. Bei etwas bewölktem Himmel wurden die ersten Höhenmeter unter die Pneus genommen und selbst auf dem Timmelsjoch bei 2500 m Höhe war es frisch und nicht kalt. Bei der langen Anfahrt durch das Ötztal wurde uns von Manni eine mindestens 5-Sterne Brotzeit vor dem Anstieg serviert. Nach 130 km und fast 3000 HM sowie einer 30 km langen Abfahrt nach San Leonardo in Passeier erreichten wir unsere „Pension“, wo uns ein 4-Gänge-Menü mit sehr gutem Rotwein serviert wurde. Der Abend klang aus unter der Bewunderung von anderen Gästen auf den Bänken und Tischen auf der Terrasse. Am Dienstag war das Ziel Riva del Garda und die Gruppe hat sich für Variante zwei - über den Mendelpass - entschieden. Wir fuhren bei sommerlichen Temperaturen das Tal weiter abwärts nach Meran und begannen nach einer erneuten Abkühlung bei einem Brunnen den Anstieg zum Mendelpass. Tief unten war der Kalterersee zu bewundern und am Pass erwartete uns Manni mit einer Stärkung. Nach einer langen Abfahrt bei guten Straßen und 38° im Schatten erreichten wir den Etschtalradweg und vorbei an Trento ging es nach Rovereto und dann über den niedrigsten Pass der Welt, - Passo San Giovanni - erreichten wir Riva del Garda. In einem Ristorante nahe dem Hafen bei guten Pizzen füllten wir die Speicher wieder auf.
Die nächsten drei Tage wurden in Riva verbracht. Tourenleiter Hans Peter Berr hat drei Routen ins Hinterland zu malerischen Seen, traumhafter Landschaft und als weiterer Höhepunkt eine Fahrt über den Monte Bodone, den Hausberg von Trient, geführt. Eine große Hilfe bei der Wegfindung war ihm sein Garmin-Fahrrad-Navi, das immer den richtigen Weg wusste. In den malerischen Bergseen hat mancher Radler die Radhose gegen die Badehose getauscht und bei frischem Wasser ein paar Runden geschwommen. Die erste Tour war eine „drei-Seen-Runde“. Am Ostufer des Gardasees fuhren wir hinter Holger bis Torri del Benaco einen 30-er Schnitt, dann mit der Fähre nach Maderno und bei Gargnano begann der Anstieg zum ersten Stausee, dem Lago di Valvestino. Die Steigungen waren moderat, die Straßen schmal und fast kein Verkehr und die Landschaft grandios. Nach Erreichen der Passhöhe von 950 m war die nächste Labestation von Manni am Lago di Idro vorbereitet worden. Essen - Trinken - Schwimmen - weiter Richtung Storo und den Passo Ampola - mancher soll auf dem großen Blatt gefahren sein - wartete eine Melonenpause auf uns bevor eine Kaffeepause am Lago di Ledro die Tour abrundete. Am Donnerstag stand die Tour über den Monte Bondone auf dem Programm. Wir fuhren auf dem Etschtalradweg nach Trento wo der 20 km lange Anstieg mit 1400 HM begann - nicht ohne eine entsprechende Stärkung von Manni. Sogar Knoblauch wurde als „Doping“ eingesetzt! Zumindest hatte bei einem Teilnehmer als Antihypertonika eingesetzt und sein Bluthochdruck hielt sich in Grenzen. Auf 1650 m war es immerhin noch 18° warm und wir genossen den Ausblick, auch zur Brentagruppe, wo uns die morgige Tour hinführen würde. Die Abfahrt genossen wir auf sehr guten Straßen und langen Geraden und natürlich wurde im Radsport- und Klettermekka Arco am Marktplatz eingekehrt. Die siebte und Abschlußtour war in Richtung Brenta-Gebirge zum Lago di Molveno geplant. Moderat war die Steigung zum Lago di Tenno und mit dem passo del Ballino mit 750 m Höhe wurde ein weiter „Pass“ bezwungen. Weiter nach San Lorenzo in Banale ging es zum Molvenosee. Dort wurde im Schatten bei hochsommerlichen Temperaturen eine ausgiebige Rast mit schwimmen … gemacht. Auch bei dieser Runde sind wir noch an einem dritten See vorbeigekommen, dem lago di Cavedine, dem Biotopo Marocche di Dro und entlang des Radweges der Sarca konnten wir Jugendliche beim „Feigenbaum-Wasser-Springen“ beobachten. Die Tour fand ein Ende wiederum in Arco am Marktplatz wo wir wenige Rennradler unter vielen Mountainbikern waren. Die Abende sind in Riva bei leckerem Essen und Gertränken ausgeklungen. Bis spät am Abend saßen wir in der Fußgängerzone und füllten die Wasserspeicher wieder auf, betrachteten das rege Treiben und die Musiker. Nach sieben Tagen radeln mit knapp 1000 km und fast 12000 Höhenmetern galt es Abschied nehmen und den Rückweg mit dem Zug anzutreten. Es ist sehr erstaunlich und spricht für die sehr gute Vorbereitung sowie Fitness der Radler, es gab keinen Sturz und keinen einzigen „Plattfuß“! Trotz der Hitze waren alle sehr gut erholt und blicken auf eine sehr schöne Tour zurück - freuen sich schon auf die nächste. |